Grundlagen Akteure
Akteure | Drucken |
Die wichtigsten Akteure

Die interkulturelle Öffnung ist ein zunehmend wichtiges und dringliches Thema, das nicht nur die Politik, sondern auch private und öffentlich-rechtliche Organisationen beschäftigt, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten  auch die Mitgliederorganisationen der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände SAJV, die Kinder- und Jugendorganisationen der Schweiz.

Die Interkulturelle Öffnung von Organisationen und die damit einhergehende Integration von MigrantInnen ist eine Querschnittaufgabe, welche von vielen wichtigen Akteuren wahrgenommen wird.

 

Staatliche Akteure

Die meisten Kantone und gewisse Städte haben zur Förderung integrationspolitischer Massnahmen Integrationsdelegierte eingesetzt. Auf Bundesebene erfüllt die Sektion Integration des Bundesamtes für Migration (BFM) eine Koordinationsfunktion zwischen den massgebenden Stellen des Bundes sowie zwischen Bund und Kantonen. Der Bund stellt seit 2001 finanzielle Mittel zur Förderung der Integration von Ausländerinnen und Ausländern zur Verfügung. Bundesmittel werden in der Regel nur gewährt, wenn sich Kantone, Gemeinden oder Dritte angemessen an den Kosten beteiligen“.

Seit 2004 gibt es die Schweizerische Konferenz der Fachstellen für Integration (KOFI), welche einen nationalen Zusammenschluss der wichtigsten Kompetenzzentren Integration in der Schweiz bildet.

Die kantonalen Integrationsbeauftragten für Migration stellen in der Schweiz ein Bindeglied zwischen den Integrationsmassnahmen des Bundes und jenen der Gemeinden dar. Das BFM nennt fünf Hauptaufgaben für kantonale Integrationsbeauftragte: Beratung der AusländerInnen, Information und Öffentlichkeitsarbeit, Koordination innerhalb der Verwaltung mit den Städten und Gemeinden, Umsetzung eigener Projekte, Koordination Bundesprojekte. Diese Zusammenstellung ist jedoch als ein Idealkonzept zu verstehen. Das bedeutet, dass nur wenige Integrationsdelegierte alle fünf Aufgaben ausführen.

 

Nichtstaatliche Akteure

 

25% der Jugendlichen in der Schweiz haben einen Migrationshintergrund, dennoch ist der Anteil von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund in den meisten Jugendorganisationen relativ gering und spiegelt nicht die soziokulturelle Zusammensetzung der Schweiz wider. Öffnungsprozesse in zivilgesellschaftlichen Organisationen wie den Jugendverbänden ermöglichen Partizipation durch Begegnung und Austausch. Sie schaffen so ein lebens- und wirklichkeitsnahes Umfeld für das Erlernen von Respekt, Toleranz, Achtung, Offenheit und Solidarität. Zudem bietet sich Ihnen so die Möglichkeit, neue Themen und Ideen umzusetzen, die Organisation zu modernisieren und dadurch neue Mitglieder zu gewinnen.

 

Einige Nichtregierungsorganisationen (NGOs) sind wichtige Akteure im Bereich der Integration. Sie setzen sich für die Chancengleichheit und die Integration von AusländerInnen in der Schweiz ein. Zu diesem Zweck bieten sie Beratung und Unterstützung sowie beispielsweise durch Trainingskurse zu interkulturellen Fragestellungen an.

 

MigrantInnenvereine sind Organisationen, in denen sich Menschen mit Migrationshintergrund zusammenschliessen. Viele von Ihnen setzen sich für die soziale, politische und berufliche Integration der MigrantInnen ein, so zum Beispiel durch Kurse zur Sprachförderung und Nachhilfeunterricht für die Kinder der Migrantinnen oder weitere eigene Projekte. Sie vertreten die Interessen ihrer Mitglieder und werden immer wichtigere Ansprechpartner.

 

Wie du diese Akteure erreichen kannst, siehst du unter der Rubrik Adressen.

 


 

Spannende Links

Mehr Informationen zur Schweizerischen Integrationspolitik auf der Webseite der Bundesamtes für Migration: http://www.bfm.admin.ch/content/bfm/de/home/themen/integration/politik.html

 

 
Deutsch (DE-CH-AT)Français (Fr)